Homöopathie

Aus dem Buch:
"Heilung Borreliosekranker mit Homöopathie"
von Dr. Peter Alex:

Heute lebende Bakterien, die auffällig mit solchen Geißeln ausgestattet sind, sind die Bakterien der schon erwähnten Familie Spirochaetaceae, zu denen die Gattungen Borrelia und Treponema gehören. Es ist anzunehmen, daß enge Verwandte der Spirochaeten ebenso mit uns in Symbiose verschmolzen sind und wichtige Beiträge zu unser aller Evolution geleistet haben wie (stammesgeschichtlich später) die Mitochondrien. Während die Mitochondrien heute noch zweifelsfrei als „Gastbakterien“ identifiziert werden können, ist dies mit den Mikroben, die in unsere gemeinsame Symbiose das Prinzip der Mikrotubuli einbrachten, nicht mehr möglich. Ihre DNA ist mittlerweile völlig im menschlichen Genom aufgegangen.

Molekulargenetiker halten es heute für unwahrscheinlich, daß die Stammesentwicklung sich allein aus dem genetischen Austausch bei der geschlechtlichen Vermehrung höherer Organismen (aus nur einem einzigen Akt pro Generation) gespeist haben kann. Da Bakterien immer und überall genetischen Austausch pflegen und in allen höheren Lebensformen als (zahlenmäßig überlegene) Symbionten vorkommen, ist es viel wahrscheinlicher, daß sie entscheidenden Anteil an der genetischen Vielfalt und damit an der Entwicklung aller höheren Lebensformen hatten. Mitochondrien und Mikrotubuli sind nur zwei augenfällige Beispiele.

Am Rande sei an die altbekannten Tatsachen erinnert, daß es Bakterien waren, die uns die sauerstoffhaltige Atmosphäre beschert haben, und auch Bakterien, die dafür sorgten, daß der Sauerstoffgehalt nicht über 16 % stieg, denn das würde den meisten Lebensformen wiederum nicht guttun. Bakterien schufen den Boden auf dem all unsere Nahrung gedeiht und weder Wein noch Bier noch Sauerkraut, geschweige denn Käse und Joghurt gäbe es ohne Bakterien. Nicht nur bei der Herstellung unseres täglich Brotes sind Bakterien unverzichtbar, sondern auch für dessen Verdauung.  Auch die Produkte unserer Verdauung werden von Bakterien dem Boden und damit dem Leben wieder zugeführt. Kurzum: das Leben ist nicht nur wissenschaftlich gesehen ohne Bakterien undenkbar, es wäre für die Menschheit ein Alptraum, wenn sie auch nur für kurze Zeit auf die  kleinen Schöpfer und Erhalter des Lebens verzichten müßte.

Es wird Zeit, sich von dem Feindbild zu verabschieden, das die chemische Industrie unter Federführung von Robert Koch und Louis Pasteur gegen Bakterien aufgebaut hat. In den 120 Jahren seit dem Wirken dieser beiden Entdecker haben neue Wissenschaftszweige wie Quantenphysik, Kybernetik, Informatik und Molekulargenetik viele neue Erkenntnisse geliefert, die sich mit dem plumpen Materialismus des 19. Jahrhunderts längst nicht mehr in Übereinstimmung bringen lassen. Eine zeitgemäße Medizin muß in der Lage sein, diese neuen Entdeckungen zu integrieren. Wir werden weiter unten sehen, daß die Homöopathie diesen Anspruch erfüllt.

Daß alle heutigen Lebensformen (auch wir) ein komplexer Zellverband von über Jahrmilliarden immer weiter integrierten Bakterien sind, hat zweierlei zur Folge:

1. Gegen die Besiedlung mit bestimmten Bakterienarten (mit zu wichtigen Informationen, als daß sie einfach aus unserem Leben ausgeblendet werden könnten) bilden wir keine Immunität aus.

2. Jegliche gegen Bakterien als solche gerichtete Therapie stört bzw. zerstört den natürlichen Gang des Lebens in uns selbst.

Sollte uns der Umstand, daß wir uns 3,5 Milliarden Jahre lang durch Integration immer neuer (genetisch weitergegebener, überwiegend bakterieller) Information entwickelt haben, nicht zu denken geben? Wenn ein Prinzip so lange funktioniert hat, ist es nicht vielleicht ein Grundprinzip des Lebens? Wenn dem so ist, was folgt daraus für eine dem Leben gemäße Betrachtung und Behandlung von Krankheiten?

Wenn das Prinzip der Evolution darin besteht, Information zu integrieren, was offenbar die Grundlage für

a) Höherentwicklung und

b) Anpassung an die jeweils sich verändernden Umweltbedingungen war,

dann kann eine sich zum Leben bekennende und an den Gesetzen des Lebens ausgerichtete Therapie auch nur so oder ähnlich (be)handeln.

Genau dies tun wir bei der homöopathischen Behandlung: wir liefern dem Organismus eine Information, die der der Krankheit möglichst ähnlich ist. Integriert der Organismus die Information, besteht für die krankmachende Information des natürlichen Überträgers kein Bedarf mehr. Es ist keine Affinität für die Krankheit mehr da. Das gilt natürlich ebenso für infektiöse Krankheiten. Ist das Informationsmuster der Krankheit bekannt, kann ein homöopathisches Mittel (= eines mit ähnlichem Muster) den Kranken therapeutisch oder den noch Gesunden, aber Infektionsgefährdeten prophylaktisch mit Erfolg gegeben werden. (Eine ausführliche Darstellung dieses Vorganges findet sich im Abschnitt 8.) Als naturgesetzmäßige Folge dieses Vorgehens verschwinden die Bakterien aus dem Körper bzw. siedeln sich gar nicht erst an.

Aus der 200-jährigen Geschichte der Homöopathie sind bereits viele dieser für bestimmte Epidemien passenden Prophylaxe- und Heilmittel bekannt (die Liste zeigt nur eine kleine Auswahl):

Name der infektiösen       Begleitbakterium                homöopathisches Krankheit                                                                        Informationsmuster (Beispiele)

Scharlach                             Streptococcus                       Belladonna, Mercurius solubilis

Cholera                                 Vibrio cholerae                      Camphora, Carbo vegetabilis, Cuprum

Tetanus                              Clostridium tetani                  Ledum palustre, Hypericum perforatum

Malaria                               Plasmodium                           Chininum sulphuricum, Tuberculinum

Keuchhusten                      Bordetella pertussis               Drosera rotundifolia, Ipecacuanha

Diphtherie                          Corynebacterium diphtheriae     Phytolacca, Lac caninum

Borreliose                           Borrelia                                         Ledum palustre, Aurum arsenic. (?)


Alle Homöopathinnen und Homöopathen, die nach den Regeln der Kunst praktizieren, können aus ihrer praktischen Erfahrung zahlreiche solcher Fälle berichten. Einige davon finden Sie im Abschnitt 11 nachzulesen.



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