Homöopathie



Auszug: "Risiko ohne Nutzen"
Autor: Dr. Peter Alex und Burghard Junghans

Gemeldete Impfschadensverdachtsfälle

Von den für diese Analyse verwendeten 88 Fällen ist 1 (in Worten: einer) durch die hinzugezogenen Ärzte als Impfschadensverdachtsfall vorschriftsmäßig gemeldet worden, das entspricht 1,1 % der Fälle. Selbst die Ärztinnen und Ärzte, die ich mehrfach als Verursacher eines Impfschadens melden mußte und die auch von den Betroffenen bzw. den Eltern des geschädigten Kindes daraufhin angesprochen wurden, weigerten sich, diese Schäden anzuerkennen bzw. als Impfschadensverdachtsfälle zu melden.

Selbst viele impfkritisch eingestellte Ärzte und Heilpraktiker melden eindeutige Impfschadensverdachts- Fälle nicht und führen keine Statistiken über die von ihnen behandelten Impfgeschädigten. Sogar versierte Homöopathen, die in Fortbildungen und Publikationen über Fälle von Impfgeschädigten berichten, haben diese oftmals nicht gemeldet!

Nach einer Information des für die Erfassung von “unerwünschten Arzneimittelwirkungen” (UAW= neudeutsch für Neben- oder Schadwirkungen) zuständigen Paul- Ehrlich- Institutes werden “nur ca. 5 % aller Impfschäden” gemeldet. (Hierbei werden Rötung der Impfstelle, vorübergehendes Unwohlsein, Fieber bis zu 3 Tagen... nicht als Schäden gewertet.)

Nach unserer praktischen Erfahrung ist dieser Faktor zu hoch gegriffen und dürfte deutlich unter 2 % aller Impfschadens(verdachts)fälle liegen. Daraus wird verständlich, daß es keine verläßlichen Daten über die absoluten Zahlen der aufgetretenen Impfschäden gibt, so daß keine objektive Risiko- Nutzen- Analyse möglich ist. Es muß also bezweifelt werden, daß Risiko- Nutzen- Analysen, wie sie für die Zulassung von Arzneimitteln gesetzlich vorgeschrieben sind, für irgendeinen Impfstoff vorliegen oder je vorgelegen haben.

Bei weitem nicht alle Impfschäden, die gemeldet werden, führen zu einem Antrag auf Entschädigung beim jeweiligen Landesversorgungsamt, wie ich anhand meiner Praxisstatistik zeigte.

Noch gravierender ist die Situation, wenn wir von den Anträgen auf Entschädigung von Impfschäden ausgehen: 1987, als noch viel weniger über Impfschäden bekannt war als heute, wurden bereits mehr als 8.000 Impfschadens- Versorgungsanträge (ein Antrag pro 7.300 Einwohner der damaligen BRD) gestellt.

Wenn wir betrachten, daß auch heute nur höchstens 2 % aller Betroffenen einen Antrag stellen, errechnet sich daraus für die Bundesrepublik Deutschland eine Impfschadenshäufigkeit von 1 Fall auf 146 Einwohner.

Diese Zahl deckt sich annähernd mit der Zahl der Pockenimpfgeschädigten, die Dr. G. Buchwald in den 70er Jahren für das damalige Westdeutschland aus den offiziellen Statistiken für Impfschadensanträge errechnet hatte- er kam auf einen Wert von 1: 138.

Hierbei wirkt sich aus, daß ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung sich und seine Kinder gar nicht mehr impfen läßt, d.h. die Wahrscheinlichkeit, einen Impfschaden zu erleiden, liegt für die geimpfte Bevölkerung statistisch deutlich höher.

Zum Vergleich sei etwas zu den Verhältnissen in den USA erwähnt. Nach der Veröffentlichung des Buches “Dreifachimpfung - ein Schuß ins Dunkle” von H.L. Coulter und  B.L. Fisher im Jahre 1985 hatte sich der amerikanische Kongreß befleißigt, ein Gesetz über Entschädigungen von Impfopfern zu verabschieden, das seit 1986 gilt. Am 2.3. 2005 strahlte das Nachrichtenmagazin NBC News eine Sendung zum Thema “Impfschäden” aus. Dazu wurde u. a. 40 New Yorker Kinderärzte nach ihrem Verhalten bei aufgetretenen Impfschäden befragt. Nur einer von 40 Befragten (2.5 %) gab an, jemals schwere Gesundheitsschäden oder selbst Todesfälle nach Impfungen pflichtgemäß gemeldet zu haben.

Allein auf das Konto der Dreifachimpfung DPT (Diphtherie/ Pertussis/ Tetanus) gingen in den Jahren 1990 bis 1993 in den USA 12.504 (gemeldete!!) Impfschäden, davon 471 mit tödlichem Ausgang. Die nicht gemeldete Anzahl dürfte also um eine Vielfaches höher liegen.

Erschütternd ist auch die Anzahl der für Deutschland gemeldeten Impfschadensverdachtsfälle:

So bekam das Paul- Ehrlich- Institut vom 1.1. 2001 bis zum 31.12. 2003 Berichte von 3.328 Fällen, davon 53 mit tödlichem Ausgang.  Die Tendenz bei den Meldungen ist steigend, da viele Ärzte und Heilpraktiker noch nichts von ihrer Meldepflicht wissen bzw. ihr wegen fehlender Vergütung des erheblichen Aufwandes oder aus sonstigen Gründen absichtlich nicht nachkommen.

Ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Sera und Impfstoffe schätzt die Anzahl gemeldeter Fälle auf unter 5 %. Das bedeutet, das nach Aussage dieses Amtes in Deutschland jährlich ca. 22. 200 Impfschadens- Verdachtsfälle auftreten, davon mehr als 350 mit tödlichem Ausgang.

Wenn irgendein natürliches, kriminelles, terroristisches oder sonstiges Ereignis eine solche Zahl von Todesopfern und dauerhaft Geschädigten verursachen würde, kann man sich den Aufschrei von Medien, Politik und Öffentlichkeit vorstellen.

Allein das in alle gesellschaftlichen Bereiche hineinreichende Interesse der pharmazeutischen Großkonzerne verhindert dies und degradiert die Impfopfer zu statistischem Hintergrundrauschen.

Vergleichen wir interessehalber dazu die Anzahl der tatsächlich an Infektionskrankheiten (hier werden nur solche betrachtet, für die Impfungen existieren) Erkrankten bzw. Gestorbenen (für das Jahr 2002):

Infektionskrankheit              Erkrankte                                          Todesfälle

Masern                                                                                                2

Tetanus                                                                                               1

Keuchhusten                                                                                        1         

Poliomyelitis                                                                                         2

Diphtherie                                                                                             0

Hepatitis B

Hemophilus- Meningitis

Quellen

Buchwald, Gerhard; Über Hirnschwellungszustände (Enzephalopathien) nach Impfungen in: Erfahrungsheilkunde, Bd. 37, Heft II, Nov. 1988

Ders.; Der Impf- Unsinn- Vorträge des Jahres 2004, Eigenverlag 2004
Keller- Stanislawski, Hartmann (PEI), Auswertung von Verdachtsfällen auf  Impfkomplikationen nach dem Infektionsschutzgesetz,

                Bundesgesundheitsblatt 2002, 45: S. 344- 354



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