Praxis

Zink

Wissenswertes und Interessantes:


Mindestens 200 Enzyme benötigen Zink. Die Zinkaufnahme im Darm wird durch Phytat. Kupfer und Kadmium gehemmt.

Tagesbedarf:

Die tägliche Aufnahme sollte 10mg Zink betragen. (Schwangere und Stillende 15 – 20 mg) Bei bestehenden Mangelsymptomen kann eine Einnahme von 50mg täglich über 2-3 Monate sinnvoll sein. Der obere sichere Bereich für die tägliche zusätzliche Einnahme von Zink liegt bei etwa 60mg. Ein Bluttest gibt Auskunft über Ihre Zinkversorgung - der Wert sollte zwischen 1,2 und 1,7 mg/l liegen.

Einen generell erhöhten Bedarf haben

    • Raucher (weil sie Zink zum Entgiften der aufgenommenen Schwermetalle brauchen),

    • Schwangere (weil der Embryo viel Zink für sein Wachstum benötigt)

    • Leistungssportler (weil sie über den Schweiß Zink verlieren).

Übrigens: Zink ist neben Selen, Jod und Kalzium der am häufigsten fehlende Mikronährstoff in unserer Ernährung!


Bedeutung:


Wichtig für die Insulinproduktion, für Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel

Wichtig für die Wundheilung und von großer Bedeutung für das Immunsystem

Beteiligt an Sexualhormonproduktion und wachstum

Wichtig für die Prostatafunktion und für die Synthese von Nukleinsäuren (RNA und DNA)


Beispiel Erkältung: Zink wird für die Bildung der Immunzellen gebraucht, es kann das Wachstum einiger Viren verlangsamen, die Hüllen einiger Viren anlösen und teilweise sogar verhindern, dass sich die Viren an Körperzellen heften können (wenn sie sich nicht an Körperzellen heften können, dann können sie sich auch nicht vermehren!).

Wie kann sich Zink-Mangel äußern?

  • Häufige Infekte, geringe Krebsabwehr

  • Schlechte Wundheilung

  • Hauterkrankungen, trockene, schuppige Haut, brüchige Haare

  • Schlechte Glucosetoleranz, geringe Insulinproduktion

  • Unfruchtbarkeit, Impotenz, schlechte Spermienqualität

  • Depressive Stimmung, Übererregbarkeit

  • Kinder: Wachstumsstörungen, verzögerte geistige Entwicklung

  • Weiße Flecken oder Furchen an den Fingernägeln

  • Haarausfall

  • Menstruationsprobleme



Wie kann sich Zink-Überschuß äußern?

Langfristig hohe Zinkmengen vermindern das antagonistische Kupfer. Bei hohen Überdosierungen (mehr als 300 mg Zink täglich über mehrere Wochen) kann es zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall kommen.